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Geschichte 1969 - 1973

Ohne übertriebenen sportlichen Ehrgeiz wurde Faustball für viele bald zum beliebten Ausgleichssport, denn man kam zusammen um zu spielen, aber auch um zu klönen und um ein oder auch zwei Bierchen zu trinken. Hin und wieder wurden Freundschaftsspiele ausgetragen, z.B. gegen die Leeraner Polizei. So ging es bis Anfang der 70er Jahre. Alle, die dabei waren, erinnern sich sicher gern an diese Abende.

Neben der Arbeit in diesen Sparten ging es auch im Fußball weiter voran. Zufriedenstellend verlief auch die Arbeit in den Schüler- und Jugendklassen, so daß 1969, nach 15 Jahren Aufbau im Fußball, eine ständige Aufwärtsentwicklung registriert werden konnte. Maßgeblichen Anteil als Trainer und Betreuer daran hatten: Theodor Rademacher; Heinrich Janssen; Johann Hanken; Martin Aukes; Theodor von Harten; Bernhard Suhr; Ulrich Dumschat, der seine Tätigkeit für die Fußballabteilung einstellte und viele andere.

In der Vorstandsarbeit gab es ab 1967 alljährlich einen Wechsel auf der Position des 1. Vorsitzenden: Auf Georg Ahrenholtz folgte 1967 Herbert Jahn; 1968 Ulrich Dumschat; 1969 Gerold Aukes; 1970 Werner Peper, der 1971 wieder von Herbert Jahn abgelöst wurde. Zählte der Verein 1964 nach zehnjährigem Bestehen 95 Mitglieder, so wurde 1969 nach 15 Jahren durch Hinzukommen der erwähnten Sparten die Grenze von 200 Mitgliedern überschritten. Die Saison 69/70 brachte in der Fußballabteilung aber einen schmerzlichen Rückschritt. Durch Abwanderung der halben 1. Herrenmannschaft war der Abstieg in die 2. Kreisklasse nicht zu vermeiden. 1970 begann dann für den VfL eine Ära, die den Verein weit über die Grenzen Ostfrieslands hinaus bekannt machte. Hans-Dieter Etzbach kam und übernahm das Training der 1. Herrenmannschaft. Die Saison 1971/72 schloß unsere 1. Herrenmannschaft als Vizemeister der 2. Kreisk1asse ab und stand damit als Aufsteiger in die 1. Kreisklasse Leer, Staffel 1, fest. 1972 fand auch die erste Großveranstaltung unseres Vereins statt; das Spiel gegen die Traditionsmannschaft von Werder Bremen (Deutscher Meister 1965). Vor 1500 Zuschauern gab es mit 4:5 ein ehrenvolles Ergebnis.

Von nun an begann für die 1. Herren eine unwahrscheinliche Erfolgsserie: Die Saison 1972/73 wurde trotz Platzschwierigkeiten erneut mit der Meisterschaft, mit 144 Toren und nur 8 Minuspunkten abgeschlossen. Durch eine Neugliederung der Spielklassen entstand eine Kreisliga, darüber die Bezirksstaffel Süd. Für die beiden Staffelmeister, Meister der Staffel II war Nüttermoor geworden, bestand die Möglichkeit, durch Entscheidungsspiele die Kreisiiga zu überspringen und direkt in die Bezirksstaffel aufzusteigen. Und diese Chance wurde genutzt. Nach einem 2:2 Unentschieden in Nüttermoor gewann die Mannschaft das Rückspiel vor 1400 Zuschauern mit 1:0. Zwar hatten Johann Hanken, Manfred Pülscher, Otto Engel, Richard Ahrenholtz, Wilhelm Janssen u. a. Sportkameraden das Sportlerheim in vielen Arbeitsstunden renoviert, eine neue Duschanlage sowie eine Sprechanlage installiert, aber durch die unvorhergesehene teilweise Bebauung der Sportanlage stand die Fußballabteilung plötzlich ohne eigenen Platz da. Sie mußte in der höheren Spielklasse ihre Heimspiele auf den Plätzen der Nachbarvereine austragen.

Auch die Damen der Volleyballmannschaft waren 1972 Meister geworden. Trotz dieser sportlichen Erfolge zeigten sich dunkle Wolken am Vereinshimmel:

Die Meistermannschaft der Damen teilte sich wegen persönlicher Differenzen. Eine komplette Mannschaft meldete sich beim VfL Ockenhausen ab und stieg als neues Team unter dem Namen "SV Lengenerland" in die neue Punktspielrunde ein. Die Damengymnastikgruppe wurde von Ingrid Specht übernommen. und schon bald hatte sie wieder eine große Turnerriege um sich gesammelt.

Quelle: Broschüre 40 Jahre VfL